Theresa Bäuerlein: Mein Medien-Menü (Folge 76 – Krautreporter Spezial)

Geschrieben von am 19/05/2014 in Was ich lese mit 0 Kommentare

In der Reihe “Mein Medien-Menü” stellen interessante Menschen ihre Lese-,  Seh- und Hörgewohnheiten vor. Ihre Lieblingsautoren, die wichtigsten Webseiten, tollsten Magazine, Zeitungen und Radiosendungen – aber auch nützliche Apps und Werkzeuge, um in der immer größeren Menge von Informationen, den Überblick zu behalten und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Bis zum 13. Juni 2014 werden hier nach und nach Mitarbeiter des neuen Journalismus-Projekts Krautreporter vorgestellt, beim dem ich auch mitwirke und das Sie hier unterstützen können. Heute: die Krautreporterin Theresa Bäuerlein. 

Theresa Bäuerlein

Wie informierst du dich morgens als erstes?

Am abend vorher lese ich den Überblick von Spiegel Online. Morgens versuche ich dann meistens, nicht sofort zum Computer zu wanken. Meistens klappt es nicht. Dann lese ich Zeit Online und höre in letzter Zeit auch gerne auch wieder Radio – und zwar die Nachrichten des Deutschlandfunk. Dazu passt nur Filterkaffee, nix mit Schaum.

Welche Zeitungen / Magazine hast du im Abo oder liest du regelmäßig?

Tatsächlich auf Papier habe ich nur die “Zeit” im Abo. In unregelmäßigen Abständen  lese ich auch “FAS” , “Spiegel” und “Neon”. Online lese ich am liebsten englische Magazine bzw. Zeitungen – “Mother Jones“, “The Atlantic“, “Slate“, New York Times, The Guardian. Und die israelische Tageszeitung Haaretz.

Was liest du auf Reisen?

Wenn die Reise Urlaub ist: Bücher. Romane. Erstens versuche ich, mich in Urlaubszeiten von News abzunabeln. Und zweitens kann ich nur auf Reisen wirklich Bücher lesen, die keine Sachbücher sind. Das Problem:  Wenn ich einen Roman gut finde, kann ich nicht mit dem Lesen aufhören. Ich lasse dann alles andere links liegen, bis ich mit diesem Buch fertig bin. Wenn mich jemand dabei anspricht, reagiere ich wie ein Hund, den man beim Essen stört. Wenn ich gar nicht mehr zu Sinnen komme, lese ich das Buch sofort ein zweites Mal. Klar, dass das im Alltag nur bedingt geht.

Welche Nachrichtenseiten im Netz sind Dir wichtig?

Nachrichten höre ich am liebsten im Radio.

Was ist wichtige berufliche Lektüre für dich?

Sachbücher, jede Menge Sachbücher. Und ich bemühe mich, immer wieder neue Zeitungen oder Zeitschriften auszuprobieren.

Welches Buch hat dich in letzter Zeit am meisten beeindruckt?

Yuval Harari: Eine kurze Geschichte der Menschheit.

Wie viel liest du auf dem Smartphone, Tablet, o.ä.

Auf dem Smartphone lese ich in öffentlichen Verkehrsmitteln ständig. Manchmal auch im Bett. Man könnte sagen, dass ich immer dann auf dem Smartphone lese, wenn kein großer Bildschirm in der Nähe ist, oder wenn ich zu faul zu etwas anderem bin.

Welche Rolle spielen Leseempfehlungen/Links durch Soziale Netzwerke?

Wenn jemand, dessen Meinung ich schätze, einen Link auf Facebook stellt, dann klicke ich fast immer darauf. Das heißt nicht, dass ich es dann auch lese, auch ich habe immer viel zu viele Tabs offen. Eher lese ich Links,die man mir per Email schickt. Auf Twitter werde ich sofort wahnsinnig, weil das Angebot so riesig ist.

Wer sind deine LieblingsautorInnen (Buch, Zeitung, Magazin)?

Ich gehe beim Lesen nicht so sehr nach Autoren, aber ich freue mich immer, wenn ich einen Text von Antonia Baum, Harald Martenstein oder Sandra Tsing-Loh finde. Letztere schreibt einfach irre gut, wenn ich auf ihre Meinungen oft nicht teile.

Wie haben sich deine Lesegewohnheiten in den letzten Jahren geändert?

Ich lese viel mehr englischsprachige Medien, weil ich generell viel im Internet lese und es mehr interessante englischsprachige Online-Angebote gibt.

Irgendetwas, das ich vergesse habe, du aber trotzdem gerne liest / siehst / hörst?

Dan Savages’ Liebes- und Sexpodcast: Savage Lovecast. Und: Ted-Talks.

Theresa Bäuerlein war bis 2008 Kolumnistin bei Neon und 2010 und 2011 Kolumnistin bei  Zeit Online. Als freie Autorin hat sie u.a. für Neon, Nido, Brigitte, Süddeutsche Zeitung, fluter und 1Live Beiträge geschrieben. Ihre Themen sind Beziehungen, gesellschaftliche Phänomene im In- und Ausland und nachhaltiger Konsum. 2011 erschien ihr Sachbuch „Fleisch essen – Tiere lieben“, 2014 in Zusammenarbeit mit Friederike Knüpling das zweite Sachbuch „Tussikratie“.  Ihr erster Roman „Das war der gute Teil des Tages“, war 2014 als der Film “Hannas Reise“ im Kino zu sehen.

Foto: Frank Suffert

Krautreporter-Logo

Ab Herbst könnte die Rubrik “Mein Medien-Menü” eine neue Heimat haben – wenn SIE dabei helfen. 

Krautreporter ist ein tägliches, digitales Magazin für die Geschichten hinter den Nachrichten. Werbefrei, gemacht für das Internet, gegründet von seinen Lesern. 25 Journalisten haben sich zusammengetan, um dieses Experiment zu wagen.

Die Kampagne läuft vom 13. Mai bis 13. Juni 2014. Nur wenn wir innerhalb eines Monats mindestens 15.000 Abonnenten finden, geht Krautreporter online.

Helfen Sie mit und unterstützen Sie unser Projekt hier!

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Über den Autor

Über den Autor: Christoph Koch ist Journalist (brand eins, NEON, Wired, GQ, SZ- und ZEIT-Magazin, Süddeutsche, Tagesspiegel, etc.), Autor ("Ich bin dann mal offline" & "Die Vermessung meiner Welt" & "Your Home Is My Castle") sowie Moderator und Vortragsredner. Auf Twitter als @christophkoch unterwegs. .

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