Christoph Koch

Wollt grad sagen.

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Prost, Schatz! Jedes Paar trinkt anders.

16. May 2013 von christophkoch· Neon

Sex auf dem Kneipenklo, besoffene Trennungsdrohungen: Wie Paare trinken, verrät viel darüber, wie sie lieben.

Das Krawallpaar

Die Beziehung des Krawallpaars erinnert an den unglaublichen Hulk. Nüchtern ist das Paar so aufgeräumt und liebenswert wie der Wissenschaftler Dr. Bruce Banner – sie sind sogar geradezu sanftmütig, vervollständigen die Sätze des anderen und knuffen einander zärtlich in die Seite. Doch wenn beide am Ende ihres dritten Drinks angekommen sind, wird das Krawallpaar plötzlich riesig und giftgrün, und die Klamotten platzen ihnen vom Leib. Nein, das war Hulk, Entschuldigung. Das Krawallpaar fängt einfach nur an zu streiten – das aber so sicher wie die Gäste bei Maybrit Illner. In Clubs sieht man es dann zum Beispiel im Gang zu den Toiletten mit rudernden Armen aufeinander einbrüllen. Ebenfalls häufig beobachten kann man das K-Paar vor einer Bar stehend – er stützt sich mühsam an ein Halteverbotsschild und lallt »Madochwassuwillst!«, sie wankt fluchend davon und versucht, ein Taxi heranzuwinken. Am nächsten Tag schämen sie sich für den Streit, und bis zum nächsten Rausch sind sie wieder zwei verliebte Dr. Banners.

So haben sie sich kennengelernt: als beide Antibiotika nehmen mussten und ausnahmsweise mal nicht tranken.

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Das Aufdreherpaar

Sie sind gewissermaßen das Power Couple des Trinkens. Sie konsumieren nicht um des Geschmacks willen, nicht um die Sorgen des Alltags abzuschütteln, sondern um strategisch, effizient und punktgenau in Partylaune zu kommen. Deshalb wird man in ihren dezent gebräunten Händen auch niemals ein Bierglas zu sehen bekommen, sondern immer nur Champagner oder allenfalls Sekt auf Eis. Hauptsache prickelnd, Hauptsache aufkratzend. Früh hat das Aufdreherpaar verstanden, dass Karriere nur derjenige macht, der zum richtigen Zeitpunkt beweisen kann, dass er genau das richtige Maß an Lockerheit besitzt. Alkohol ist für die beiden ein zielgerichtet eingesetzter Enthemmer – natürlich in Maßen. Schließlich will man in der Agentur oder Kanzlei als locker gelten, nicht als Alki. Deshalb wird es auch niemand je erleben, dass das Aufdreherpaar den »Absprung« verpasst. Am nächsten Tag sagen sie mit stolzem Unterton: »Wir waren gestern eeecht gut rocken.«

So haben sie sich kennengelernt: in einem Eliteinternat – weil beide denselben Dealer für ihr Ritalin-Konzentrationsdoping hatten.

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Christian Fahrenbach: Mein Medien-Menü (Folge 50)

13. May 2013 von christophkoch· Was ich lese

In der Reihe “Mein Medien-Menü” stellen interessante Menschen ihre Lese-, Seh- und Hörgewohnheiten vor. Ihre Lieblingsautoren, die wichtigsten Webseiten, tollsten Magazine, Zeitungen und Radiosendungen – aber auch nützliche Apps und Werkzeuge, um in der immer größeren Menge von Informationen, den Überblick zu behalten und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Jeden Montag also ein neues Medien-Menü. Diese Woche: die journalistische Allzweckwaffe Christian Fahrenbach.

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Wie informierst du dich morgens als erstes?

Da bin ich ein wenig kauzig, stelle den Wecker auf Fünf-vor-volle-Stunde und höre dann in der Halbdämmerung Deutschlandfunk. Immer wieder schön, sich auszumalen, wie Westerwelle und Co. morgens um halb sieben auf dem Badewannenrand Interviews geben.

Welche Zeitungen / Magazine hast du im Abo oder liest du regelmäßig?

Die Zeit auf dem Kindle, wobei ich mich über deren Mittvierziger-Flausch-Lebenswelt-Themen immer mehr ärgere (aber das zu schreiben, ist ja auch längst ein Klischee), die Süddeutsche im Print-Abo, vor allem wegen Seite 3 und im Moment gerade mal wieder zehn Wochen lang die taz, deren Konzept mit viel Exklusivem und Meinung mich als Zweitzeitung mehr und mehr überzeugt.

Ansonsten brand eins, Dummy, häufiger mal die US-Vanity Fair und auch die Psychologie Heute lese ich von Zeit zu Zeit ganz gern. Absolut empfehlenswert schließlich, falls einem die Welt mal wieder zu kompliziert wird: Ein Heft von Stiftung Warentest und zwei, drei Gläser Rotwein. Danach schaut das Leben wieder ein wenig ordentlicher aus.

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Eselsohren für alle: Durch e-Books wird unser Leseverhalten transparenter

10. May 2013 von christophkoch· Neon

Durch E-Books werden die Lesegewohnheiten von Kunden zwar seltsam gläsern – aber damit auch die Bücher besser.

Den Satz »Manchmal passieren den Menschen Dinge, für die sie nicht gewappnet sind« haben rund 18 000 Leser aus dem Buch »Die Tribute von Panem. Gefährliche Liebe« in ihrem Kindle angestrichen. Diese Passage ist damit momentan in allen digitalen Büchern mit Abstand die beliebteste -zumindest auf amazon.com.

Früher war Lesen eine sehr private Handlung und der Leser für Verlage und Autoren ein dunkler Fleck: Niemand wusste, ob ein gekauftes Buch angefangen, weggelegt, verschenkt oder auf ewig ins Regal verbannt wurde. Je mehr Leute Bücher auf dem Kindle, dem iPad oder ihrem Smartphone lesen, umso mehr ändert sich das. Denn die Geräte erfassen nicht nur, welche Bücher gekauft, sondern auch welche Seiten gelesen, welche angestrichen werden oder wie viel Zeit ein Leser mit einem Buch verbringt.

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Noch landen diese Daten bei Amazon, Apple und Google, also den Firmen, die mit ihren Geräten die Hard- und mit ihren Shopsystemen die Software bereitstellen. Und diese halten sie – mit Ausnahme der meistangestrichenen Stellen auf Amazons Kindle – unter Verschluss. Das könnte sich jetzt aber ändern: »Wenn E-Book-Shops die Daten als Geschäftsmodell für sich entdecken und sie den Verlagen, z. B. gegen Rabatte, zur Verfügung stellen«, sagt Max Franke von der Self-Publishing- Plattform E-Publi. Jim Hilt, beim US-Buchhändler Barnes & Noble für den E Reader »Nook« verantwortlich, hat angekündigt, Lesedaten mit den Verlagen teilen zu wollen: »Wenn wir den Autoren helfen können, noch bessere Bücher zu schreiben, haben alle etwas davon.« Die Beliebtheit von Fernsehsendungen lässt sich durch die Einschaltquote und die Quotenkurve messen. Die Quotenkurve zeigt auf die Sekunde genau, wann wie viele Zuschauer wegschalten.

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Sophie Servaes: Mein Medien-Menü (Folge 49)

06. May 2013 von christophkoch· Was ich lese

In der Reihe “Mein Medien-Menü” stellen interessante Menschen ihre Lese-, Seh- und Hörgewohnheiten vor. Ihre Lieblingsautoren, die wichtigsten Webseiten, tollsten Magazine, Zeitungen und Radiosendungen – aber auch nützliche Apps und Werkzeuge, um in der immer größeren Menge von Informationen, den Überblick zu behalten und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Jeden Montag also ein neues Medien-Menü. Diese Woche: Sophie Servaes, die Frau hinter nido.de und dem Lothar-Matthäus-Tumblr, den dir letzten Monat jeder dreimal weitergeleitet hat.

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Wie informierst du dich morgens als erstes?

Mein Tag beginnt – wer hätte es gedacht – mit einem kurzen Blick aufs iPhone. Ich scrolle mich drei Mal durch: Durch meine Facebook-Timeline, durch meinen Instagram-Feed, durch die Tweets der letzten Nacht. Das reicht mir eigentlich schon, um ziemlich gut informiert aus dem Haus zu gehen und mir sicher sein zu können, dass ich auf eventuelle Fragen von kreuzenden Passanten „Was ist seit gestern so passiert?“ ausreichend vorbereitet antworten kann.

Das Prozedere wiederholt sich anschließend noch mal in der Tram zur Arbeit und wird den Tag über halbstündlich aufgefrischt.

 

Welche Zeitungen / Magazine hast du im Abo oder liest du regelmäßig?

Ich lese keine einzige Zeitung. Das hat damit zu tun, dass ich das Zeitungsformat wirklich enorm unpraktisch finde. Ich weiß nicht, wie ich umblättern soll, habe Angst, andere beim Lesen zu schubsen – ich fühle mich einer Zeitung physisch unterlegen. Auch Magazine habe ich keine abonniert, eher aus Faulheit denn aus Desinteresse. Ich kaufe die dann eben so. Das wären, um bei den ganz regelmäßigen zu bleiben, der Weekender, die großartige Muh und hin und wieder Musikzeitschriften aus England – wie zum Beispiel Mojo. Dann natürlich Nido und NEON, eh klar – und das SZ-Magazin klaube ich immer aus der Zeitung, die bei uns in der Redaktion rumliegt.

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Clownsnasenroboter und die Spendengala des kleinen Mannes: Die besten Tweets im April 2013

02. May 2013 von christophkoch· Wollt grad sagen


Ich renne grundsätzlich niemandem hinterher. Vielleicht NOTFALLS mal nem Bus. Busse kommen sich halt auch nicht sofort wie die Geilsten vor.
@Goganzeli
Für Sie immer noch


Wer zweimal über dasselbe flennt, der gehört schon zum Twittablishment.
@infinsternis
Sebastian Baumer


Ich hab Deleuzung!
@GabrielBerlin
Gabriel Yoran


Doing a digital detox. I’ve taken a vow to be off-line from 9:10am-10:40am while my Delta flight is in the air. #offthegrid #courage
@ajjacobs
AJ Jacobs


Letztes Jahr wurden 50 Milliarden Post-Its verkauft. Darf ich fragen, an wessen Bildschirm die anderen zwei kleben?
@prunio
prunio

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Simon Hurtz: Mein Medien-Menü (Folge 48)

29. April 2013 von christophkoch· Was ich lese

In der Reihe “Mein Medien-Menü” stellen interessante Menschen ihre Lese-, Seh- und Hörgewohnheiten vor. Ihre Lieblingsautoren, die wichtigsten Webseiten, tollsten Magazine, Zeitungen und Radiosendungen – aber auch nützliche Apps und Werkzeuge, um in der immer größeren Menge von Informationen, den Überblick zu behalten und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Jeden Montag also ein neues Medien-Menü. Diese Woche: Der Journalistenschüler Simon Hurtz.

Simon Hurtz Medienmenü

Ich bin ein lebender Anachronismus: Bis heute besitze ich kein „mobiles Endgerät“. In meiner Hosentasche steckt ein simples Stupidphone, und weil ich mich partout nicht entscheiden kann, ob mir ein Tablet (Nexus 7) oder ein e-Reader (Kindle Paperwhite) besser gefallen würde, bleibt der Laptop Dreh- und Angelpunkt meines Medienkonsums.

Bis Mitte März war ich überzeugt, noch in einer weiteren Hinsicht aus der Zeit gefallen zu sein. Dann setzte Google dem Reader die Galgenfrist, und plötzlich war meine Filter Bubble voll mit Protest und Katzenjammer. Seitdem weiß ich, dass ich vielleicht der letzte Mensch unter 30 bin, der noch nie in seinem Leben ein Handy mit Touchscreen in der Hand gehalten hat (kein Witz), es aber offensichtlich noch ein paar weitere hoffnungslose RSS-Romantiker gibt.

Inzwischen bin ich auf Feedly umgestiegen, weil ich dort aber keine Statistiken präsentiert bekomme, habe ich den Google Reader nochmal reaktiviert: „From your 470 subscriptions, over the last 30 days you read 1,344 items. Since February 14, 2009 you have read a total of 47,975 items.“ Ich bin froh, dass ich nicht auch noch erfahre, wie lange ich dafür gebraucht habe – sonst müsste ich mein Leseverhalten wohl grundsätzlich hinterfragen. So aber mache ich mir keine Gedanken über „verschwendete“ Zeit und öffne weiter jeden Morgen meinen RSS-Reader.

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Stanford auf dem Sofa: Vorlesungen aus dem Internet

25. April 2013 von christophkoch· Neon

Keine Ausreden mehr: Bilden kann sich jeder, der einen Internetanschluss hat. Hier sind die besten Vorlesungen bei Youtube und iTunes.

Irgendwann kommt der Augenblick, da erscheint die Schulzeit im warmen Licht der Nostalgie: Man denkt nicht mehr an Auswendiglernen und Abipanik, sondern bedauernd, dass man nie wieder so umfassend interessiert war wie zwischen achtzehn und zwanzig. Wie schön es doch wäre, diese Festplatte namens Hirn komplett neu zu bespielen: mit Hegel, Quantenphysik oder Caravaggio. Was fand man damals nicht alles interessant! Und hätte es mit ein bisschen mehr Lernen nicht auch für eine renommierte Uni im Ausland gereicht? Das Gute ist: Gibt’s alles. Frei verfügbar. Zu jeder Tages- und Nachtzeit – vorausgesetzt, man versteht ausreichend Englisch. Die Mauern der Eliteuniversitäten geben nach. Unter anderem dank Youtube – die Weltmüllhalde (furzende Katzen, tanzende Häftlinge) ist gleichzeitig Weltwissensschatztruhe.

Fortbildung 2.0 kann zum Beispiel so aussehen: Morgens lässt man sich von Elizabeth Warren von der Harvard Law School die Ursache der Finanzkrise erklären. Mittags bestaunt man Slavoj Zizek, der fahrig und brillant über Hegel referiert. Und abends besucht man einen Vortrag der Carnegie- Mellon-Universität, der sich dem Begriff der Antimaterie im Film »Illuminati« widmet. Neben Youtube versammelt auch iTunes U mehr als 500 000 Vorlesungen, Videos und weitere Lehrmaterialien von Universitäten aus der ganzen Welt, die meisten davon auf Englisch. Und es gibt Angebote wie die Khan Academy, gegründet von Salman Khan, ehemals Hedgefondsmanager, heute Philanthrop und Bildungsaktivist. In mehr als 3000 Lehrvideos kann man mit der Khan Academy die Lücken in Physik, Arithmetik oder Kunstgeschichte schließen.

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Natalia Imaz: Mein Medien-Menü (Folge 47)

22. April 2013 von christophkoch· Was ich lese

In der Reihe “Mein Medien-Menü” stellen interessante Menschen ihre Lese-, Seh- und Hörgewohnheiten vor. Ihre Lieblingsautoren, die wichtigsten Webseiten, tollsten Magazine, Zeitungen und Radiosendungen – aber auch nützliche Apps und Werkzeuge, um in der immer größeren Menge von Informationen, den Überblick zu behalten und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Jeden Montag also ein neues Medien-Menü. Diese Woche: Die Dokumentarfilmerin Natalia Imaz.

 

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Wie informierst du dich morgens als erstes?

Während der Woche überfliege ich morgens beim Kaffeetrinken Spiegel Online und Facebook auf dem iPhone. Spiegel Online regt mich zwar zu oft auf (erst recht seit die Wirtschaftskrise in Spanien um sich schlägt und ich mich über jeden einzelnen Artikel über die spanische Siestakultur und das viele Vermögen der Siesta-schlafenden Spanier aufregen darf), aber irgendwie landet man dann immer doch wieder bei denen. Sonst gibt es auch mal einen schnellen Blick auf Flipboard.

 

Welche Zeitungen / Magazine hast du im Abo oder liest du regelmäßig?

Im Abo haben wir zuhause Die Zeit und die FAS, zur Zeit bekommen wir auch noch täglich für ein paar Wochen die FAZ (als Treue-Dankeschön, dass wir nicht wirklich gewollt haben), die aber unter der Woche zu lesen hat sich schnell als total unpraktikabel herausgestellt. Ansonsten gibt es ein im Abo: die „Häuser“, die „essen & trinken“, das arte-Magazin und momentan das Greenpeace-Magazin (was mich genau geritten hat, die neulich für ein Jahr zu abonnieren, weiß ich jetzt auch nicht mehr – das ist so „null ich“, eigentlich). Beinahe monatlich kaufe ich im Supermarkt auch das „Lust auf Genuss“-Magazin (bekloppter Name, aber sehr gute Rezepte drin). Die AD gibt es auch sehr oft (sowohl die deutsche Ausgabe als auch die spanische, die mir wesentlich besser gefällt). Und dann phasenweise öfter oder seltener die brand eins und die zitty – momentan eher seltener.

In letzter Zeit habe ich dann auch vermehrt das Bedürfnis, über die Lage in Spanien auf dem Laufenden zu sein, deshalb lese ich jetzt wieder öfter „El Pais“ und „El Mundo“ im Netz. Und dann digital noch alles mögliche was mit Essen zu tun hat, z.B. das Sweet Paul Magazine oder die Food-Sektion der NYT.

Und im Büro bekomme ich quartalsweise das DOX-Magazin von European Documentary Network geliefert.

 

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Sebastian Esser: Mein Medien-Menü (Folge 46)

15. April 2013 von christophkoch· Was ich lese

In der Reihe “Mein Medien-Menü” stellen interessante Menschen ihre Lese-, Seh- und Hörgewohnheiten vor. Ihre Lieblingsautoren, die wichtigsten Webseiten, tollsten Magazine, Zeitungen und Radiosendungen – aber auch nützliche Apps und Werkzeuge, um in der immer größeren Menge von Informationen, den Überblick zu behalten und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Jeden Montag also ein neues Medien-Menü. Diese Woche: Krautreport-Gründer Sebastian Esser.

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Wie informierst du dich morgens als erstes?

Falls die Kinder lang genug schlafen, lese ich im Bett auf dem Telefon Spiegel Online und speichere Twitter-Links und Google-Reader-Texte mit Hilfe von Pocket für die U-Bahn. iPad-Lesen in der Öffentlichkeit sieht immer noch ein bisschen uncool aus. Trotzdem lese ich auf dem Weg zur Arbeit die unhandliche App der Süddeutschen oder längere Texte von überallher via Pocket.

 

Welche Zeitungen / Magazine hast du im Abo oder liest du regelmäßig?

Das letzte verbliebene Print-Abo ist der Economist, das ich seit 1997 habe und auch nicht mehr hergebe. SZ, Zeit, Spiegel, New Yorker und Vanity Fair lese ich auf dem iPad als Digital-Schmarotzer: Ich beteilige mich bei analog ausgerichteten Freunden und Kollegen an den Kosten eines Abos und nutze dann den Digitalzugang. Das ist wesentlich günstiger, als der reguläre Digital-Preis und damit genau so viel, wie ich auszugeben bereit bin. Wobei ich nur von SZ und Spiegel wirklich jede Ausgabe lese. Ein Marketing-Dings, das bei mir gerade funktioniert hat: Print-Wochenend-Abo der Süddeutschen kombiniert mit Digitalabo. Die FAS kaufe ich nur noch ab und zu, um mich über den Politikteil aufzuregen.

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