Hölle! Hölle! Hölle! Klaut NEON wirklich Themen?

Geschrieben von am 06/10/2011 in Wollt grad sagen mit 18 Kommentare

Vorweg: Ich bin dem Verein „Freischreiber“ sehr gewogen und fand es bislang extrem gut, wie er sich für meine Belange als freier Journalist einsetzte. Ich war entschlossen, Mitglied zu werden. Das werde ich mir nach dem Fiasko des Preises „Himmel und Hölle“ für die fairste und fieseste Redaktion noch einmal überlegen.

Unter den drei „fiesesten“ Redaktionen befindet sich laut Nominierung auch das NEON-Magazin. Ich schreibe seit der ersten Ausgabe für NEON. Die ersten vier Jahre als freier Autor, seitdem als fester Freier. Mit Chefredakteur Michael Ebert, Ex-Chef Timm Klotzek und einigen der Redakteure arbeite ich durch den Vorgänger („jetzt“) seit über zehn Jahren zusammen.

Das kann man als Zeichen von Befangenheit (ab)werten. Man könnte es aber auch als Indiz nehmen, dass ich die Arbeitsweise bei NEON vielleicht fundierter einschätzen kann als zum Beispiel jemand, der zweimal Themen vorgeschlagen hat (am besten noch „Liebe im Büro“ und „Nervige Freunde auf Facebook“) und damit unter Umständen keinen Erfolg hatte.

Um es kurz zu machen: Mir wurde in den Jahren bei NEON nie ein einziges Thema geklaut oder ein geklautes Thema zur Bearbeitung aufgetragen. Natürlich kann ich nicht beweisen, dass es nie und niemandem passiert ist. Das kann niemand. Die Freischreiber liefern allerdings auch keine konkreten Anschuldigungen oder gar Belege, wann und wie Themendiebstahl stattgefunden haben soll. Ohne solche konkreten Fälle ist es aber auch schwer möglich, die Vorwürfe zu entkräften. Die Begründung für die anonymen, unpräzisen Anschuldigungen lautet, man habe den Informanten Anonymität zugesichert und würde Klagen riskieren, wenn man die Vorwürfe über die grauenvolle „Satire“ hinaus präzisierte.

Mal ehrlich: Das hätte man sich bei den Freischreibern früher überlegen müssen, bevor man so scharf schießt. Wäre es nicht möglich gewesen, die NEON-Redaktion mit drei anonymisierten, aber konkreten Vorwürfen (jenseits der Originalitäts-Schwelle von „ein Interview mit Charlotte Roche“) zu konfrontieren und gemeinsam versuchen zu klären, ob tatsächlich Themenklau vorliegt oder ein dummer Zufall? Ich selbst saß schon in mehr als einer Konferenz (und ich rede nicht von NEON), in der zwei Redakteure dasselbe Thema auf dem Zettel hatten – weil es beiden tatsächlich gleichzeitig eingefallen war.

Aber wie kann es überhaupt dazu kommen, dass scheinbar mehrere Autoren den Eindruck haben, ihnen würden Themen geklaut? Ich glaube, es gibt mehrere Gründe:

1) Fertige Texte liegen bei NEON oft sehr lange. Ich hatte viele Texte, die etwa ein Jahr lang im Stehsatz standen, Rekord war glaube ich fünf Jahre. Wenn also in dieser Zeit jemand eines dieser Themen vorgeschlagen hätte, wäre die korrekte Antwort gewesen „haben wir schon im Stehsatz“. Wenn dann aber Monate vergehen, bis es erscheint, entsteht leichter der Verdacht, „das haben die doch erst nach meinem Vorschlag in Auftrag gegeben“.

2) NEON ist ein junges Magazin. Bei solchen wird oft erwartet, es sei ihre Pflicht, jedem jungen Autoren eine Chance zu geben. Die Hemmschwelle, Themen vorzuschlagen, ist niedriger als sagen wir bei Brigitte oder dem Spiegel. Es kommen also überproportional viele Vorschläge vieler junger Autoren. Gleichzeitig ist NEON ein Monatsmagazin mit gut ausgestatteter Redaktion. Es werden also insgesamt nur wenige Aufträge pro Monat an Freie vergeben. Viele Vorschläge und wenig Auftragsvolumen führt zwangsläufig zu viel Frust auf Seiten der Autoren.

3) Viele Themen bei NEON sind eher weich und amorph. Wie oben schon angedeutet: Wenn ich bei NEON vorschlage „Ich würde gerne was übers Fremdgehen machen“ und mich danach empöre, dass es irgendwann eine solche Geschichte im Heft gibt, ist das ungefähr so, als würde ich „Men’s Health“ beschuldigen, meine Idee gestohlen zu haben, endlich mal was über Bauchmuskeln zu machen. Oder den Spiegel anprangern, die Idee, schwarz-gelb mal abzuwatschen, wäre ja wohl exklusiv auf meinem Mist gewachsen.

Bitte nicht falsch verstehen, ich will mich über niemanden lustig machen, der versucht, als freier Autor Themen unterzubringen. Ich verzweifle oft genug selbst daran. Auch bei NEON. Ich zähle nicht mit, aber ich schätze, meine Trefferquote dort liegt bei 1:10. In manchen Monaten noch schlechter.

Gleichzeitig kenne ich kaum eine Redaktion, in der so sorgfältig und professionell mit Themen, Themenfeedback, Auftragsvergabe und Textabnahme umgegangen wird wie bei NEON. Und ich kenne ehrlich gesagt KEINE EINZIGE kaum eine andere Redaktion in Deutschland, die noch die gute Sitte pflegt (die die Freischreiber in ihrem „Code of Fairness“ zurecht einfordern), dass Texte nicht bezahlt werden, wenn sie gedruckt werden, sondern direkt nach Abnahme. Es ist wohl um die zwölf Jahre her, dass Timm Klotzek mir (in der ihm eigenen Gleichnis-lastigen Sprache) erklärte, warum: „Wenn ich meine Schuhe zum Schuster bringe, muss ich sie ja auch bezahlen, wenn ich sie abhole. Und nicht, wenn ich sie das erste Mal anziehe.“

Macht nur leider niemand mehr so. Ob SZ-Magazin oder ZEIT-Magazin, ob Tageszeitungen wie SZ oder Tagesspiegel – sie alle zahlen in der Regel „nach Anstrich“. Das heißt, wenn es sich die Redaktion anders überegt und einen bestellten und gut gelieferten Text in der Schublade verschimmeln lässt, muss man als Autor seinem Geld hinterherrennen und am Ende ein beschämendes „Ausfallhonorar“ erbetteln. In jeder anderen Branche lachhaft und undenkbar.

Selbst das von mir hochgeschätzte Magazin „brand eins“, für das ich sehr gerne schreibe, verfährt so. Texte werden erst nach Erscheinen bezahlt (Vorschuss ist auf Nachfrage möglich), bei Kürzungen wird nur die kurze Version bezahlt, bei Nichterscheinen gibt es einen deutlich niedrigeren Ausfallsatz. Autoren dürfen ihre Texte nach Heft-Erscheinen nicht auf ihrer eigenen Webseite (oder Blog) veröffentlichen. Damit entspricht die Redaktion, die für mich dennoch zu einer der besten in Deutschland zählt, in mindestens vier Punkten nicht dem „Code of Fairness“ der Freischreiber. Trotzdem ist sie für den Himmel-Preis nominiert.

Was ich daraus schließe? Dass bei der ganzen Aktion eine riesige Chance vertan wurde. Denn statt mal konkret über die schlechten Arbeitsbedingungen für Freie und über den sehr sehr sinnvollen Fairness-Code zu sprechen, haben die Freischreiber einen Sympathie-Preis ins Leben gerufen. Nominieren und abstimmen darf jeder – egal, ob er die jeweiligen Redaktionen wirklich kennt. Für die Vorschläge per Mail musste man meines Wissens nicht mal Journalist zu sein.

Brand eins scheint große Sympathiewerte zu haben, das freut mich sehr. NEON scheint viele Leute eher zu nerven. Das ist schade, aber kein Verbrechen. Unbelegte Vorwürfe rauszuhauen, die ja nicht so sehr den Chefredakteur treffen, sondern eher die ganze Redaktion, schon eher.

Ich bin ein bisschen sauer, aber viel eher traurig und enttäuscht, dass die Sache so gelaufen ist. Denn wenn es dem Journalismus hierzulande an etwas mangelt, dann in der Tat an einem guten Miteinander auf Augenhöhe von Redaktionen und Freien. Aber ganz bestimmt nicht an Gehässigkeit, Häme und vagen Beschuldigungen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn es einen Weg gäbe, den Karren wieder von der Schotterpiste der Provokation auf eine – Metaphernhölle! – geteerte Straße des konstruktiven Dialogs zurückzusteuern. Der geschätzte Kollege Michalis Pantelouris, Mitglied bei den Freischreibern und Autor bei NEON, äußert dieselbe Hoffnung.

Also: Wir müssen reden. Der Satz ist jetzt aber wirklich die Hölle.

 

PS: Im Zug ins Steve-Jobs-Gedächtnis-iPad gehackt. Tippfehler werden verschwinden, Links erscheinen. Versprochen.

 

Update – 7. Oktober 14:00 Uhr: Inzwischen sind mir noch andere Redaktionen eingefallen (und zugeflüstert worden), die sofort nach Lieferung/Abnahme bezahlen und nicht erst bei Abdruck. Darunter u.a. das GQ Magazin und – suprise! – die BILD-Zeitung. Dass letztere den Himmel-Preis gewinnen, kann natürlich trotzdem als eher unwahrscheinlich gelten.

Update 2 – 7. Oktober 17:00 Uhr: Hier noch einige zusätzliche Anmerkungen von Freischreiber-Mitglied Michalis Pantelouris.

Update 3 – 7. Oktober 17:40 Uhr: Die Freischreiber haben sich inzwischen noch mal geäußert. Die Begründungen für die Nominierungen von SpOn, Für Sie und NEON in der Hölle-Kategorie sind nun minimal klarer erläutert, aber leider im Fall von NEON immer noch nicht im geringsten belegt. Auf andere Fragen wurde leider gar nicht eingegangen. Zum Beispiel warum Redaktionen für den Himmel-Preis nominiert sind, die ganz klar gegen den Code of Fairness der Freischreiber verstoßen? Was also letztlich die Grundlage für die Nominierungen war – außer einem Haufen E-Mails, bei denen nicht mal klar ist, ob sie von Journalisten oder Zahnärzten stammen? Oder warum jetzt Autoren über Redaktionen abstimmen, mit denen sie noch nie in ihrem Leben zusammengearbeitet haben?

Update 4 – 19. Oktober 7:30 Uhr: Die Freischreiber haben am vergangenen Freitag bekannt gegeben, dass Wahlverfahren für den Höllepreis auszusetzen. Statt dessen wollen sie zu einer „Diskussionsrunde über die Zusammenarbeit von Redaktionen und Freien einladen – moderiert von einer in der Branche allseits als integer anerkannten Persönlichkeit.“ Ich finde das eine richtige und mutige Entscheidung, denn so gut die Idee vom Code of Fairness war, der Preis hat in der gedachten Form nicht funktioniert. Respekt für die sicherlich schwierige Entscheidung. Ich bin gespannt auf die Veranstaltung in Hamburg und hoffe, dass die wichtige Diskussion über die oft miserablen Arbeitsbedingungen von freien Journalisten jetzt wieder etwas sachlicher geführt werden kann.

 

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Über den Autor

Über den Autor: Christoph Koch ist Journalist (NEON, brand eins, Wired, GQ, SZ- und ZEIT-Magazin, Tagesspiegel, etc.), Autor ("Ich bin dann mal offline" & "sternhagelglücklich" & "Chromosom XY ungelöst") und Vortragsredner. Auf Twitter als @christophkoch unterwegs. .

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18 Leserkommentare

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  1. Himmel & Hölle: Einen Fairness-Preis gewinnen wir damit nicht | 07/10/2011
  1. R. Pellaton sagt:

    Ich bin kein Journalist. Bloss vielleicht ein klein bisschen interessierter an der Medienlandschaft als andere Leute.
    Und ich sage Danke. Danke für einen Text, der gleichermassen direkt, ehrlich und auf den Punkt trifft, dabei aber sachlich und fair bleibt. Dass ich darüber hinaus das eine oder andere dazugelernt habe, kommt dann noch hinzu. Wenn solche Autoren für NEON schreiben, kann das Magazin so schlecht also nicht sein.

  2. D. Kienle sagt:

    Wunderbare Analyse, lieber Christoph! Ich schreibe ja nun selbst seit Jahren frei für Neon und kann Dir nur zustimmen, Punkt für Punkt.

    • Kann man sicher drüber streiten, ob das elegant ist, aber bei den Vorwürfen geht es ja darum, ob Themen geklaut worden sind, die freie Autoren eingereicht haben, die dann nicht damit beauftragt und dafür honoriert wurden.

  3. Um mal etwas Licht in die Diskussion um Neon zu bringen: Mir kam das Gerücht zu Ohren, dass Neon Themen aus der Ausschreibung des Recherche-Stipendiums später dann selbst aufgreift. Ob da etwas dran ist oder nicht, weiß ich jedoch nicht. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass dieses Gerücht mit zur höllischen Nominierung des Magazins beigetragen hat.

  4. C.M. sagt:

    Ich lese gerne NEON, und kaufe daher jede Ausgabe. Aber in den letzten Ausgaben sind mir Artikel aufgefallen, die ich genauso oder ähnlich in anderen Zeitschriften gelesen habe. Keine Ahnung wer da von wem abgeschrieben hat, vllt ist das auch nur Zufall, aber es komisch ist es schon.

  5. Lieber Sandro,

    wenn für dich „Licht in die Diskussion bringen“ darin besteht, Gerüchte weiterzuerzählen, dann herzlichen Glückwunsch. Genau dieses ewige Hörensagen ohne einen konkreten Fall ist doch das Problem bei der ganzen Sache.

  6. Lieber Christoph,
    aus eben diesem Grund wollte ich mal einen einigermaßen konkreten Vorwurf, der mir gegenüber geäußert worden ist, hier anführen. Offensichtlich haben die Macher von Neon ja überhaupt keine Idee, wie sie auf diese Liste gekommen sind, und da dachte ich, das könnte erhellend sein. Da ich nicht weiß, ob an dem mir gegenüber geäußerten Vorwurf etwas dran ist noch wer die entsprechende betroffene Person ist, habe ich das hier als Gerücht bezeichnet. Du magst das doof finden, ich denke, es kann tatsächlich „Licht in die Diskussion“ bringen.

    • Lieber Sandro,

      für angeblich geklaute Themen, die bei dem Stipendium eingereicht worden sind, gelten doch dieselben Fragen wie für „normale“ Vorschläge: War es wirklich eine konkret/individuelle Idee oder nur ein allgemeines Thema Marke „Verlieben im Büro“? Tauchte das Thema wirklich später in NEON auf? Wurde es tatsächlich erst später von NEON recherchiert/geschrieben, NACHDEM es von außen vorgeschlagen worden war? Oder war es schon längst fertig und war nur noch nicht veröffentlicht worden? Das alles könnte man ja meist durch Mails, Reisedaten, etc. gut nachprüfen. Aber natürlich nicht, wenn man es nur um mehrere Ecken gehört hat.

      Ich stelle mich oben im Text auch mit meinem vollen Namen hin und sage: diese und jene Praktiken meiner Auftaggeber (brand eins, etc.) finde ich übrigens problematisch. Ich weiß nicht, warum das niemand der angeblich Bestohlenen hinbekommt.

  7. Da stimme ich Dir voll zu, und wenn ich von einem Themenklau betroffen wäre, hätte ich das wohl auch so abklären wollen. Is aber nich.

    Vielleicht führt ja der Himmel-Hölle-Preis dazu, dass sich die betroffenen Leute hinstellen, dass eine Diskussion zustande kommt, dass sich, wo nötig, im Höllen-Bereich etwas ändert. Denn genau darum dürfte es den Freischreibern ja gehen…

  8. Zum Thema Honorarzahlungen: Ich arbeite seit über 20 Jahren als fester Freier für den C.A.T.-Verlag in Ratingen. Dieser bringt verschiedene deutsch- und englischsprachige Fachzeitschriften heraus. Ich reiche dort meine Rechnungen gleichzeitig mit meinen letzten Beiträgen für die jeweiligen Ausgaben ein und habe das Honorar gewöhnlich in weniger als einer Woche, manchmal innerhalb von zwei Werktagen, auf dem Konto. Die Besitzerfamilie hat schon immer die Ansicht vertreten, dass freie Autoren nicht die Kreditgeber des Verlages sind. Das nenne ich vorbildlich.

  9. Wiwo sagt:

    Ja, großartiger Christoph Koch, dann hättest Du Dich ja mal beteiligen können, anstatt jetzt hier Deinen Hauptauftraggeber mit einer Schleimattacke zu belästigen. Die Solidarität unter den Freien, sie lebe hoch, hoch, hoch – und der großartige Christophkoch trägt die Narrenkappe.

    • Liebe(r) „Wiwo“,

      so sehr ich hämische Unterstellungen aus dem anonymen Hinterhalt schätze – hier muss ich dich leider enttäuschen. Die Arbeit für meinen „Hauptauftraggeber“ NEON macht im Jahr etwa ein Viertel bis maximal ein Drittel meines Einkommens aus.

      Abgesehen davon äußere ich durchaus auch Kritik an NEON und an anderen Auftraggebern (s.o.), wenn mir dort etwas nicht passt – mit dem Unterschied, dass ich das dann unter meinem Namen tue.

      Auch an einem Preis wie „Himmel und Hölle“, erlaube ich es mir, begründete Kritik sachlich zu äußern. Sogar ohne mich vorher „beteiligt“ zu haben – stell dir vor. Bei der Jury ist es mit der Kritikfähigkeit, die von den Redaktionen so vehement eingefordert wird, allerdings bislang nicht allzu weit her. Das finde ich schade. Dich hingegen eher lustig.

  10. Lieber Christoph, danke für deine Erläuterungen. stimmt alles.

    Lieber Sandro, wäre wiederum interessant zu wissen, von wem du das Gerücht gehört hast, das wir Themen aus dem Recherche-Stipendium heraus geklaut hätten. Zum einen haben wir das Stipendium bislang nur einmal ausgeschrieben (2008) und damals fünf Stipendien à 10.000 Eur vergeben … übrigens, um vor allem die Arbeit freier Journalisten zu fördern. Aus den vielen Einsendungen haben wir fünf ausgewählt, am Ende wurde nur aus einer der fünf Stipendien eine Geschichte (jedenfalls nur eine für uns, denn wir haben z.T. die Recherche und Honorar bezahlt und die Geschichte den Autoren zur Verwendung anderswo überlassen, ohne sie selbst zu drucken). Alle anderen Einreichungen haben wir natürlich nicht weiter verwendet. Wer da anderer Meinung ist, soll sich bitte bei mir melden.

    Lieber C.M.: mal abgesehen davon, dass „schon-woanders-gesehen“ dann schon wieder was ganz anderes ist: melde dich doch mal per Mail bei mir und nenne mir (oder poste hier) nur drei Geschichten, die Dein Gefühl/Deine Beobachtung belegen. Nur aus Neugier.

    Wir sind uns bei NEON weiter keiner Schuld bewusst.

  11. Daniel sagt:

    Oft ist es tatsächlich so, dass die Zeit reif für eine bestimmte Idee ist. Und die Erfindung unabhängig voneinander stattfindet. Von daher klingt die Antwort von NEON nicht abwegig.

    Andere Beispiele für Menschen mit der gleichen Idee zur gleichen Zeit: Daimler und Benz mit ihren Verbrennungsmotoren. Oder das Thermometer, erfunden in Italien und den Niederlanden. Oder das Rotorprinzip der Engima, entwickelt in Deutschland und Schweden. Oder Goebel, Edison und Swan, die alle drei mehr oder weniger zeitgleich unabhängig voneinander die Glühlampe erfunden haben.

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