Okka Rohd: Mein Medien-Menü (Folge 45)

Geschrieben von am 08/04/2013 in Was ich lese mit 0 Kommentare

In der Reihe “Mein Medien-Menü” stellen interessante Menschen ihre Lese-, Seh- und Hörgewohnheiten vor. Ihre Lieblingsautoren, die wichtigsten Webseiten, tollsten Magazine, Zeitungen und Radiosendungen – aber auch nützliche Apps und Werkzeuge, um in der immer größeren Menge von Informationen den Überblick zu behalten und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Jeden Montag also ein neues Medien-Menü. Diese Woche, nach einer Osterferienpause: die Journalistin, Bloggerin und Fünf-Dinge-Sammlerin Okka Rohd.

okka rohd medienmenue

 

Wie informierst du dich morgens als erstes?

Momentan vor allem nebenbei. Wir haben eine zweijährige Tochter, bis sie im Kindergarten ist, läuft beim Duschen Radio Eins und in der Küche das Frühstücksfernsehen. Wenn ich dann am Schreibtisch bin: Spiegel Online, New York Times, SZ, Zeit Online. Dann gucke ich über Bloglovin was sich auf meinen Lieblingsblogs getan hat.

 

Welche Zeitungen und Magazine hast du im Abo oder liest du regelmäßig?

Digital: die New York Times, den New Yorker und Bon Appetit. Im Briefkasten: die britische Elle, das Port Magazine und The American Reader. Nicht im Abo, aber ziemlich regelmäßig: Kinfolk, Gentlewoman, Lucky Peach, Spiegel, Nido, das SZ Magazin und die FAS. Ich bin gespannt, wie sich der Stern jetzt entwickelt.

 

 Was liest du auf Reisen?

Romane.

 

Welche Nachrichtenseiten im Netz sind dir wichtig?

Spiegel Online, SZ, Zeit Online, New York Times, ich mag auch das New York Magazine.

 

Welche Blogs liest du?

Viele, sehr viele, hauptsächlich sehr persönlich geschriebene. Tagsüber per Bloglovin, abends dann ganz in Ruhe meine Lieblingsblogs (hier nachzulesen).

 

Was ist wichtige berufliche Lektüre für dich?

Die berufliche Lektüre unterscheidet sich nicht groß von den Magazinen und Blogs, die ich ohnehin lese. Was Filme angeht, über die ich gelegentlich schreibe, mag ich die Apple-Trailerseite, Rotten Tomatoes, Metacritic und die Imdb.

 

Welche Art von Büchern liest du am liebsten?

Romane, Sachbücher, gerne Krimis, selten Biographien.

 

Welches Buch hat dich in letzter Zeit am meisten beeindruckt?

Die Kolumnensammlung „Tiny Beautiful Things“ von Cheryl Strayed, die auf „The Rumpus“ eine bemerkenswerte Kolumne namens „Dear Sugar“ schreibt. „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf. „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green. Und „Die Kunst des Feldspiels“ von Chad Harbach. Jetzt gerade lese ich „Knapp am Herz vorbei“, den neuen Roman von J. R. Moehringer über das Leben des Bankräubers Willie Sutton.

 

Welche Apps/Tools/Programme helfen dir, informiert zu bleiben?

Ich surfe ganz altmodisch meine Bookmarks ab, Blogs lese ich über Bloglovin. Ich habe es eine Weile mit einem RSS-Reader probiert, aber es hat mich wahnsinnig gemacht, dass ich nie hinterher gekommen bin.

 

Wie viel liest du auf dem Smartphone, Tablet, o.ä.?

Auf dem iPhone: fast gar nichts außer Emails. Auf dem iPad lese ich immer mehr – Magazine, aber auch eBooks.

 

Welche Rolle spielen Leseempfehlungen/ Links durch Soziale Netzwerke?

Ich bin kaum je auf Facebook und mein Twitter-Account liegt auch ziemlich ungenutzt im Netz herum. Ich folge aber sehr gerne und oft Links und Empfehlungen, die mir auf Weblogs unterkommen, die ich mag. Etwas, das ich in letzter Zeit schätzen gelernt habe, ist Byliner und GoodReads.

 

Gibt es tägliche oder wöchentliche Leserituale?

Einen Roman vorm Schlafengehen.

 

Wer sind deine Lieblingsautoren?

Sehr wild durcheinander: Nils MinkmarChuck KlostermanAdam GopnikMFK FisherJoan DidionChristopher HitchensLena DunhamNigel SlaterNora Ephron. Und Marc Fischer.

 

Gibt es eine Radio- oder Fernsehsendung, die du möglichst nie verpasst?

Die Tagesschau (das ist seit der Kindheit ein Automatismus, mein Vater hat niemals die Tagesschau verpasst und jeden Abend seine Uhr danach gestellt). Das HSV-Spiel am Wochenende (seit ich in Berlin lebe und nicht mehr ins Stadion gehe oder in der HSV-Kneipe um die Ecke gucken kann). Und Tatort. Sonst gucke ich vor allem Serien, zuletzt Homeland, West Wing, Downton Abbey, Luther, Borgen und Girls. Wenn ich Radio höre, dann fast immer Radio Eins. Ich mag den Sonntag auf Radio Eins (und überhaupt das Sonntagsradiohören: erst „Zwei auf eins“, dann die Autosendung „Sonntagsfahrer“, die ich mag, obwohl ich weder einen Führerschein noch ein Auto besitze, die „Hörbar Rust“, in der Bettina Rust zwei Stunden lang mit einem Prominenten spricht, und die „Literatur-Agenten“).

 

Wie haben sich deine Lesegewohnheiten in den letzten Jahren geändert?

Ich lese deutlich weniger Zeitung und mehr eBooks. Den Magazinen, die ich mag, bin ich sehr treu.

 

Irgendetwas, das ich vergessen habe, du aber trotzdem gerne liest?

Ich bin ein schlimmer Kochbuch-Junkie (zuletzt: „Jerusalem“ von Yotam Ottolenghi und der „Tender“-Doppelband „Obst“ und „Gemüse“ von Nigel Slater, alle drei unbedingt empfehlenswert). Außerdem Instagram und Pinterest – zwei Methoden, die Welt und das Leben in Bildern zu erzählen. Ach, und die Einkaufszettel fremder Menschen, eine Leidenschaft, die ich mit Wigald Boning teile.

Okka Rohd ist freie Journalistin, fragt auf „Fünf Dinge“ Menschen, die sie mag, nach ihren fünf liebsten Gegenständen und bloggt auf Slomo.

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Vielen Dank an “The Atlantic Wire” für das wundervolle Format (dort heißt es “What I Read”). Wer Vorschläge hat, wer in dieser wöchentlichen Rubrik auch einmal zu Wort kommen und seine Lieblingsmedien vorstellen und empfehlen sollte, kann mir gerne schreiben.

Offenlegung: Mit einigen der Menschen, die hier ihre Mediengewohnheiten vorstellen, bin ich befreundet. Links zu Amazon sind sogenannte Affiliate-Links. Das bedeutet, ich bekomme im Fall eines Kaufs eine kleine Provision (natürlich ohne zusätzliche Kosten für den Käufer).

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Über den Autor

Über den Autor: Christoph Koch ist Journalist (NEON, brand eins, Wired, GQ, SZ- und ZEIT-Magazin, Tagesspiegel, etc.), Autor ("Ich bin dann mal offline" & "sternhagelglücklich" & "Chromosom XY ungelöst") und Vortragsredner. Auf Twitter als @christophkoch unterwegs. .

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