Jörg Oberwittler: Mein Medien-Menü (Folge 70)

Geschrieben von am 10/03/2014 in Was ich lese mit 0 Kommentare

In der Reihe “Mein Medien-Menü” stellen interessante Menschen ihre Lese-,  Seh- und Hörgewohnheiten vor. Ihre Lieblingsautoren, die wichtigsten Webseiten, tollsten Magazine, Zeitungen und Radiosendungen – aber auch nützliche Apps und Werkzeuge, um in der immer größeren Menge von Informationen, den Überblick zu behalten und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Jeden Montag also ein neues Medien-Menü – diese Woche mit Jörg Oberwittler.

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Ich bin ein klarer E-Mail-Junkie: Der erste Griff gilt morgens dem Smartphone – Wecker und Tor zur Außenwelt zugleich. Viele wichtige Nachrichten zum Weltgeschehen erhalte ich über einen abonnierten Experten-Dienst. Am Frühstückstisch sind Facebook, SpiegelOnline und Newsletter dann die Müsli-Begleitlektüre. Gerne Empfehlungen von Freunden und Kollegen via Facebook, google+ und Twitter. Der neueste Gossip aus der Medienszene kommt von turi2. Herrlich!

 

Auf meinem Notebook nutze ich bevorzugt Netvibes, das Twitter-Nachrichten, Facebook-Meldungen sowie Nachrichten-Seiten und Google-Alerts wunderbar bündelt. Darunter auch Podcats von Deutschlandradio Kultur und vom rbb. Ich höre gerne das radioeins-„Medienmagazin“ sowie die Sendung „Profil“ auf Dradio, für die ich selbst Beiträge mache. Gute Links speichere ich mir mit dem Add-on Zotero im Firefox-Browser ab.

 

In unserem Journalistenbüro Freistil Berlin haben wir diverse Zeitungen und Magazine abonniert. Meine Favoriten: der SPIEGEL (auch wenn er in letzter Zeit stark nachlässt), die Süddeutsche Zeitung und die ZEIT mit ihren schönen Reportagen, Interviews und einordnenden Berichten. Freitags-Pflichtlektüre ist stets das Süddeutsche Magazin. Hier verpasse ich selten eine Ausgabe. Ich liebe die Gewissensfrage, die Interviews und Reportagen (Inspirationsquellen). Die ZEIT lese ich gern am Wochenende im Bett oder auf dem Sofa in Abwechslung mit der FAS. Auf Reisen bevorzuge ich hingegen Bequemeres. Sprich: nicht die ZEIT. Die ist für den Flieger oder das Zugabteil einfach zu unhandlich. Wird man sich jemals in Hamburg an die veränderten Lesegewohnheiten anpassen? Lieber Magazine, auch unbekanntere, aus dem meist verlockend gut sortierten Bahnhofs-Kiosk für die Neukunden-Akquise, da die etablierten Medien ja leider lausig bezahlen.

 

Als freier Journalist hole ich mir viele Inspirationen über Blogs. Ich empfehle die App Feedly zur Verwaltung. Blogs, auf die ich nicht verzichten möchte: FreundevonFreunden, Supermarktblog, Snobtop, Handelsblatt, Stefan Niggemeier, Karrierebibel – ich gebe zu; hier verschmelzen berufliche und private Interessen. Bücher stapeln sich hingegen bei mir auf dem Nachttisch. Das elektronische Wort siegt zu oft über das gedruckte, will heißen: lieber Tablet als Taschenbuch zur Abendlektüre. Als freier Journalist für Gesellschaft, Ernährung, Berlin und Job&Karriere-Themen interessieren mich vor allem Ratgeber. Mein Lektüre-Tipp: „2025 – So arbeiten wir in der Zukunft“ von den Trendforschern Sven Gabor Janszky und Lothar Abicht. Seitdem blicke ich deutlich gelassener in die Zukunft als Freiberufler.

 

Jörg Oberwittler ist Absolvent der Berliner Journalisten-Schule (BJS) und arbeitet als multi-medialer Redakteur für Radio, Print und Online sowie für Corporate-Publishing-Medien. Er gehört seit 2008 dem Journalisten-Netzwerk und -Büro Freistil Berlin an und ist Mitglied im Berufsverband Freischreiber. Folgen kann man ihm hier (Twitter, Facebook und google+); mehr über seine Arbeit erfährt man auf www.oberzeile.de.

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Wer das Medien-Menü regelmäßig gerne und mit Gewinn liest und sich dafür bedanken möchte, findet hier einen Amazon-Wunschzettel voll von Dingen, mit denen man mir eine Freude machen kann.

Vielen Dank an “The Atlantic Wire” für das wundervolle Format (dort heißt es “What I Read”). Wer Vorschläge hat, wer in dieser wöchentlichen Rubrik auch einmal zu Wort kommen und seine Lieblingsmedien vorstellen und empfehlen sollte, kann mir gerne schreiben.

Offenlegung: Mit einigen der Menschen, die hier ihre Mediengewohnheiten vorstellen, bin ich befreundet. Links zu Amazon sind sogenannte Affiliate-Links. Das bedeutet, ich bekomme im Fall eines Kaufs eine kleine Provision (natürlich ohne zusätzliche Kosten für den Käufer).

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Über den Autor

Über den Autor: Christoph Koch ist Journalist (NEON, brand eins, Wired, GQ, SZ- und ZEIT-Magazin, Tagesspiegel, etc.), Autor ("Ich bin dann mal offline" & "sternhagelglücklich" & "Chromosom XY ungelöst") und Vortragsredner. Auf Twitter als @christophkoch unterwegs. .

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