Tim Grams: Mein Medienmenü (Folge 66)

Geschrieben von am 10/02/2014 in Was ich lese mit 3 Kommentare

In der Reihe “Mein Medien-Menü” stellen interessante Menschen ihre Lese-,  Seh- und Hörgewohnheiten vor. Ihre Lieblingsautoren, die wichtigsten Webseiten, tollsten Magazine, Zeitungen und Radiosendungen – aber auch nützliche Apps und Werkzeuge, um in der immer größeren Menge von Informationen, den Überblick zu behalten und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Jeden Montag also ein neues Medien-Menü – diese Woche mit dem bloggenden Bahn-Mitarbeiter Tim Grams. 

timgrams

Wie informierst du dich morgens als erstes?

Zu allererst schaue ich am Morgen bei Twitter vorbei. Dank der intelligenten App „Tweetbot“ habe ich auch mit Hilfe meiner News Liste erst einmal nur die Nachrichten im Blick. Danach schaue ich in meiner Timeline was es Neues gibt.

 

Welche Zeitungen / Magazine hast du im Abo oder liest du regelmäßig?

Im Abo habe ich eigentlich nur unsere Lokale Zeitung, die Deister und Weser Zeitung aus dem Raum Weserbergland. Diese lese ich, um lokal auch immer auf dem neusten Stand zu sein. Sonst kaufe ich mir aus dem digitalen Bereich ab und zu mal eine Zeitung rund um Apple.

 

Was liest du auf Reisen?

Auf Reisen begleitet mich mein iPad. Dort habe ich durch meine Lesezeichen eigentlich immer alles dabei. Dort informiere ich mich in diversen Blogs. Der digitale ZDF Blog „Hyperland“, der Fotografie-Blog von „Stilpirat“, der Medien- und Politik-Blog von Katja Dietrich (Katja Berlin) und der Sport-Wirtschaftliche Blog von Daniel Mack sind hier meine ersten Anlaufstellen, wenn ich auf Reisen bin. Des weiteren höre ich mir gerne Hörbücher an. Hier liegt meine Vorliebe bei Biographien. Da ist von Steve Jobs bis Pep Guardiola eigentlich alles dabei. Romane habe ich schon länger nicht mehr gelesen, aber vielleicht ändert sich das ja in der nächsten Zeit wieder.

 

Welche Nachrichtenseiten im Netz sind Dir wichtig?

Um all meine Nachrichten-Seiten auf einen Blick zu haben, nutze ich Flipboard auf dem iPad. Dort habe ich „Die Zeit Online“, die „FAZ“, „Focus Online“ und „ZDFheute“ abonniert. Dort schaue ich jeden Tag des öfteren vorbei um immer auf dem Laufenden zu sein.

 

Welche Blogs liest du?

In der Frage „Was liest du auf Reisen“ habe ich schon einige Blogs aufgeführt. Hinzu kommen noch zahlreiche Apple Blogs. Als erstes natürlich „Apfellike.com“ an dem ich selber regelmäßig als Redakteur mitschreibe. Des weiteren noch der „Apfeltech-Blog“ und der inspirierende Design-Blog „DesignlovR“.

 

Was ist wichtige berufliche Lektüre für dich?

Mein Arbeitgeber, die Deutsche Bahn, macht es mir eigentlich immer sehr einfach, da sie eigentlich jeden Tag in der Zeitung vertreten sind. Kleiner Spaß. Natürlich habe ich eine Berufslektüre und das sogar in Papierform. Die Bahn veröffentlich regelmäßig zwei Zeitschriften. Einmal die „DB Welt“ und die „Bahn Praxis“. Diese informieren mich immer sehr gut über das was im Konzern und auch in der Politik rund im die Deutsche Bahn passiert.

 

Welche Art von Büchern liest du am liebsten?

Mich interessieren Menschen und deren Leben. Das heißt, wenn ich dann mal ein richtiges Buch in der Hand habe, dann sind es meist, genau wie bei meinen Hörbüchern, Biographien.

 

Welches Buch hat dich in letzter Zeit am meisten beeindruckt?

Am meisten beeindruckt hat mich das Buch „Inferno“ von Dan Brown. An Spannung kaum zu übertreffen. Ebenfalls hat mich „Ein allzu kurzes Leben„, die Biographie von den ehemaligen Hannover 96 Torwart Robert Enke sehr fasziniert und zum Nachdenken angeregt.

 

Welche Apps/Tools/Programme helfen dir, informiert zu bleiben?

Wie Anfangs schon erwähnt nutze ich meistens Twitter um erstmal eine Grundlage an Informationen zu bekommen. Dann schaue ich regelmäßig in der App „Handelsblatt“ vorbei. Hinzu kommt noch Flipboard, was meine Nachrichten auf Abruf für mich bereit hält. Als letztes Programm würde ich noch den Browser Safari nennen, der mir, mithilfe von seiner Leseliste, es ermöglicht, Seiten oder auch Artikel einfach abzulegen. Dann kann ich, egal wo ich gerade bin, darauf zurückgreifen. Wenn mir ein Artikel gefallen hat, lege ich diesen in meinen Lesezeichen ab. Diese sind strukturiert nach Themen und ich kann später immer noch drauf zurückgreifen, egal ob ich gerade am MacBook, iPad oder iPhone bin.

 

Wie viel liest du auf dem Smartphone, Tablet, o.ä.?

Seitdem ich mein iPad besitze bin ich eigentlich immer mehr dahin übergegangen meine Nachrichten und Bücher auch darüber zu lesen. Es ist viel einfacher nur das iPad mitzunehmen, als drei verschiedene Lektüren oder Bücher. Denn auf dem iPad hat man sowieso alles dabei und ist immer auf dem neusten Stand.

 

Welche Rolle spielen Leseempfehlungen/Links durch Soziale Netzwerke?

Leseempfehlungen auf Twitter nehme ich gerne an und lege die Links auch sehr oft in meiner Safari Leseliste ab. Von Facebook halte ich nicht viel und mehr als einmal am Tag bin ich dort auch nicht online.

Instagram bietet mir noch eine Reihe von Einblicken, die ich dann gerne auch einmal „nachgoogle“. Wenn zum Beispiel ein Blogger oder Star irgendein Foto gepostet hat, suche ich auch gerne mal im Internet nach diesem Ort und informiere mich darüber.

 

Von wem oder was fühlst du dich dort besonders gut informiert?

Ich achte eigentlich immer sehr darauf, wem ich folge und was ich abonniere, dann kann ich auch sicher gehen, dass die Quellen zuverlässig sind. Im Politik und Wirtschaftsbereich ist mir das Handelsblatt schon sehr ans Herz gewachsen. Ab und zu schaue ich auch mal beim Wall Street Journal vorbei, um auch mein English immer frisch zu halten.

 

Gibt es tägliche oder wöchentliche Leserituale?

Zu jeder freien Sekunde hänge ich eigentlich mit dem iPhone bei Twitter, um ja nichts zu verpassen. Sonst lese ich jeden morgen beim Frühstück, die lokale Zeitung, auf dem Weg zur Arbeit und zurück meine Nachrichten auf dem iPad. Am Wochenende lese ich dann gespeicherte Links oder Artikel nochmal etwas genauer und schaue auch bei dem ein oder anderen Blog mal vorbei.

 

Wer sind deine Lieblingsautoren?

Da ich nur eine regelmäßige Quelle habe, die stets von demselben Autor stammt, lässt sich das kurz und knapp zusammenfassen: Der Handelsblatt–Chefredakteur Gabor Steingart schreibt jeden Morgen sein „Morning Briefing“, in dem alle kommenden Ereignisse und vergangenen Ereignisse in der Welt nochmal kurz und knapp kommentiert werden. Das ganze lese ich ebenfalls jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit im Zug per App auf meinem iPad.

 

Gibt es eine Radio- oder Fernsehsendung, die du möglichst nie verpasst?

Wenn es zeitlich passt, schaue ich das „heute Journal“ im ZDF und jeden Freitagabend die „heute Show“ mit Oliver Welke.

 

Wie haben sich deine Lesegewohnheiten in den letzten Jahren geändert?

Ich glaube, dass sich bei fast jedem, der sich in diesem Zeitalter befindet und auch mit der Zeit sich vor allem im digitalen Bereich angepasst hat und mitgegangen ist, die Lesegewohnheiten verändert haben. Dadurch, dass es möglich ist, per Smartphone und Tablet auf alle Medien-Inhalte, wie Zeitung und Internet, zuzugreifen und wir eigentlich immer alles, was gerade passiert, abrufbereit dabei haben, brauchen wir nicht mehr den Umweg zum Kiosk fahren um diese eine Zeitung zu bekommen. Denn sie ist schon bevor wir aufstehen auf unserem Gerät und man kann sie noch im Bett lesen ohne einen Schritt gemacht zu haben. Ich kaufe mir jetzt seit zwei Jahren kein richtiges Buch mehr und auch keine feste Zeitung. Ob das eine positive Entwicklung ist, bleibt abzuwarten, denn der Mensch ist von Natur aus sowieso schon faul und so muss er nichts mehr machen als sein Gerät zu entsperren und zu lesen. Aus meiner Sicht ist es einfach ein Vorteil, egal ob man ein Smartphone oder Tablet benutzt, wenn man so viele Informationen zur Verfügung hat. Hat man von vorneherein alles richtig sortiert und seine Quellen ausgewählt, ist es auch nicht zu viel. Man hat immer die Möglichkeit auf mehr zurückzugreifen, wenn man noch etwas Zeit über hat, aber die richtige Grundlage ist entscheidend.

Tim Grams ist Auszubildender zum Eisenbahner im Betriebsdienst Fachrichtung Fahrweg bei der DB Netz AG in Hannover, Niedersachen. Neben Koordinieren von Zügen beschäftigt er sich mit dem Thema rund um Apple und schreibt als Redakteur auf apfellike.com. Des weiteren interessiert er sich für den Wandel unserer Mediengesellschaft und ist auf Twitter ein aktiver Schreiber zu diesen Themen.

 

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Vielen Dank an “The Atlantic Wire” für das wundervolle Format (dort heißt es “What I Read”). Wer Vorschläge hat, wer in dieser wöchentlichen Rubrik auch einmal zu Wort kommen und seine Lieblingsmedien vorstellen und empfehlen sollte, kann mir gerne schreiben.

Offenlegung: Mit einigen der Menschen, die hier ihre Mediengewohnheiten vorstellen, bin ich befreundet. Links zu Amazon sind sogenannte Affiliate-Links. Das bedeutet, ich bekomme im Fall eines Kaufs eine kleine Provision (natürlich ohne zusätzliche Kosten für den Käufer).

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Über den Autor

Über den Autor: Christoph Koch ist Journalist (NEON, brand eins, Wired, GQ, SZ- und ZEIT-Magazin, Tagesspiegel, etc.), Autor ("Ich bin dann mal offline" & "sternhagelglücklich" & "Chromosom XY ungelöst") und Vortragsredner. Auf Twitter als @christophkoch unterwegs. .

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