Buch-Newsletter August 2013

Geschrieben von am 08/08/2013 in Wollt grad sagen mit 0 Kommentare

In diesem Newsletter gibt es einmal pro Monat Neuigkeiten über meine Bücher „Ich bin dann mal offline“ und „Sternhagelglücklich“ sowie über das neue Buch “Chromosom XY ungelöst”, das im Oktober erscheint. Wenn Sie diesen Newsletter noch nicht abonniert haben, können Sie das hier tun.

I. Aktuelles

Mein neues Buch „Chromosom XY ungelöst“ geht dieser Tage in die Endkorrektur und anschließend in den Druck. Pünktlich zur Buchmesse im Oktober wird es also erscheinen. Ich freue mich schon sehr.

Ebenfalls fertig ist der sogenannte Buchtrailer – ein kleines Video, für das Jessica und ich beim Tough-Mudder-Schlammlauf in England Filmmaterial gesammelt haben und das von der Webvideo-Wundermaschine Tim Klimes zu einem schnellen, dramatischen Minifilm zusammengeschnitten wurde. Hurra!

 

II. Termine

Mein Freund und Kollege Holm Friebe – von ihm stammt die schöne Bezeichnung „Social Stuntman“ für das, was ich mit meinen Selbstversuchsbüchern so mache – stellt am 19. August sein neues Buch „Die Stein-Strategie: Von der Kunst, nicht zu handeln“ in Berlin vor. Er greift darin die Episode von J.D. und Emily auf, die ich in „Ich bin dann mal offline“ aufgeschrieben habe. Manch einer erinnert sich vielleicht: Es geht darin um einen Mann, der ohne Handy in den Rocky Mountains war und dessen Freundin zuhause durchdrehte, weil sie ihn nicht erreichen konnte.

Holm hat diese Episode nun als Beispiel zitiert, wie nicht-kommunizieren auch sehr schlimm schiefgehen kann. Er hat mich eingeladen, die Passage bei seiner Buchpräsentation am 19. August um 20 Uhr im Berliner Radialsystem vorzulesen. Das ehrt mich sehr und ich freue mich über alle, die kommen möchten. Der Eintritt beträgt acht Euro, ermäßigt fünf.

 

III. Ich bin dann mal offline

Vor einigen Wochen habe ich auf einer Veranstaltung in Berlin die Macher einer neuen App kennengelernt: Offtime klingt nicht nur nach offline – es hat auch viel damit zu tun. Mit dem Programm soll es möglich sein, auf einen Schlag alle Geräte, die einen mit dem Internet verbinden, stummzuschalten und auf eine Art gesammelte Mailbox umzuleiten. Diese teilt den Leuten, die einen erreichen wollen, freundlich mit, dass man gerade offline ist – und wann man wieder erreichbar sein wird.

So beschreibt das Startup seine Vision:

„(OFFTIME). Einfach abschalten in unserer hypervernetzten Welt.
Mit (OFFTIME) entscheidest Du selbst, was jetzt gerade wichtig ist: Halte ablenkende Apps, Anrufe und SMS von Dir fern und konzentriere Dich wieder auf Deine Arbeit, gute Gespräche zu zweit oder einfach Momente der Ruhe. Um alles andere kümmert sich (OFFTIME). Dadurch bist Du effektiver und kannst Dich besser erholen.“

Eine spannende Idee, für die sie gerade per Crowdfunding gut 17.000 Euro Kapital eingesammelt haben. Ich bin gespannt, wann Offtime an den Start geht.

***

Dass „das Leben ohne Internet und Smartphones gar nicht mehr denkbar“ sei, ist ja ein beliebter Allgemeinplatz geworden. Das US-Unternehmen Qualcomm hat sich einmal vorgestellt, wie es dennoch wäre und hat mit einem lustigen Video einen Einblick in ein Leben ohne mobile Gadgets gegeben.

 

IV. Sternhagelglücklich

In „Sternhagelglücklich“ habe ich beschrieben, dass Menschen mit einer Behinderung oder einer dauerhaften Einschränkung oft sehr viel glücklicher sind, als wir „Gesunde“ uns das vorstellen können. Das geht sogar so weit, dass es eine lange Liste von Krankheiten gibt, bei denen die Mehrheit der Menschen in einem Fragebogen sagt, sie seien „lieber tot als diese Krankheit zu haben“. Betroffene, die diese Krankheit tatsächlich haben, sind aber oft gar nicht todunglücklich, sondern leben ein normales Leben zwischen Freude und Frust, alltäglichen Hochs und Tiefs.

Ein gutes Beispiel dafür ist Tommy Edison, ein blinder Filmkritiker. Ja, so etwas gibt es. Auf Youtube hat Edison eine Reihe gestartet, in der er die häufigsten Fragen beantwortet, die er zum Blindsein gestellt bekommt. „Was ist das beste am Blindsein?“ oder „Können sich Blinde Farben vorstellen?“ oder „Wie träumen Blinde?“

Das Tolle an Edison ist der Humor, mit dem er diese Fragen beantworten, die Leichtigkeit, mit der er sein Leben zu leben scheint und die Fröhlichkeit, die er ausstrahlt. Ich kann nur empfehlen, sich eine halbe Stunde durch seine verschiedenen Beiträge zu klicken – man sieht das Leben hinterher im wahrsten Sinne des Wortes mit anderen Augen.

Auf ZEIT Online gibt es einen lesenswerten Artikel, der mehrere Beispiele wie Tommy Edison zusammenfasst.

 

V. Sonstiges

Seit gestern ist bei uns Shantanu Starick zu Gast, ein 24-jähriger Australier, der ohne Geld lebt. Seit 14 Monaten reist der Fotograf um die Welt und tauscht seine sehr professionellen Arbeiten gegen Kost und Logis und was er sonst noch zum Leben braucht.

So viel sei verraten: Er braucht nicht viel – und ist ein wahnsinnig angenehmer, freundlicher und lustiger Gast. Was ihm wichtig ist: Es geht nicht um Almosen oder um Mitleid. Das, was er anbietet ist ein Handel, eine Transaktion – nur eben ohne Geld. Er hat bereits Hochzeiten fotografiert und Stadtviertel, war auf Einladung von Familien und Firmen unterwegs. Wer mehr über sein Projekt erfahren möchte, kann sich seine Webseite „The Pixeltrade“ ansehen.

Portrait

Und falls ihn jemand beherbergen möchte: Bis zum 12. September ist Shantanu Starrick nun in Deutschland, mindestens bis zum kommenden Montag wird er bei uns wohnen. Danach ist alles möglich. Das ist ja das Spannende.

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Wie immer freue ich mich, wenn Sie diesen Newsletter an Freunde und Bekannte weiterleiten, die sich vielleicht dafür interessieren könnten. Wenn Sie ihn selbst weitergeleitet bekommen haben und ihn gerne jeden Monat erhalten wollen, können Sie ihn hier abonnieren.

Chromosom XY ungelöst – das neue Buch!

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Über den Autor

Über den Autor: Christoph Koch ist Journalist (NEON, brand eins, Wired, GQ, SZ- und ZEIT-Magazin, Tagesspiegel, etc.), Autor ("Ich bin dann mal offline" & "sternhagelglücklich" & "Chromosom XY ungelöst") und Vortragsredner. Auf Twitter als @christophkoch unterwegs. .

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