Klickenswert (2): Schmähkritik und Lokalisten-Schleichwerbung

Geschrieben von am 20/02/2009 in Wollt grad sagen mit 0 Kommentare

In der letzten Folge „Klickenswert“ noch Späße über die Promi-Doppelgängergalerien der deutschen Vanity Fair gemacht – schon wird das Heft eingestellt. Oh, süßes Hochgefühl der Macht! Dabei war’s doch gar nicht so gemeint, Herr Newhouse …

Aber über die deutsche Vanity Fair spotten durfte eh schon immer nur, wer selbst mal dort gearbeitet hat – also fast alle. Deshalb wundert es auch nicht, dass das Magazin öfter in der schönen Rubrik „Die Schmähkritik“ auftauchte, die man im von Partymaschine Ihle betriebenen Pop-Blog der taz lesen kann und sollte. Letztlich eine einfache Idee: Wenn irgendwo einer was Gehässiges, aber dennoch Lustiges über einen anderen sagt – zack, copy und paste, ab in die „Schmähkritik“ damit. Vor kurzem wurde die 150. Folge gefeiert, und man kann im Überblick noch mal schön nachsehen, wer recht oft stänkert (die Gallaghers, Nicky Wire) und wer viel angepupst wird (besagtes Magazin, Axl Rose, Thees Uhlmann). Geschimpfe und Gemaule widersprechen zwar grundsätzlich meinem Credo „Ich finde alles gut“ (Superpunk), aber solange es die anderen sind, die stänkern – wunderbar.

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Leaving New York Never Easy

Ebenfalls simpel, aber dafür umso schöner anzusehen sind die Erinnerungen an New York, die der Grafikdesigner Christoph Niemann aus den Legosteinen seiner Söhne nachgebaut hat, um sich die trüben Berliner Wintertage zu versüßen. (via Popmoderne)

Zitty, bitte übernehmen Sie!

Nicht nett: Galileo macht die Lokalisten-Alternative Facebook schlecht.

Nicht nett: Galileo macht Lokalisten-Alternative schlecht. Kein Wunder – beide sind im gleichen Konzern

Gibt’s da nicht auch was von Ratiopharm ProSieben?

Am Dienstag bei „Galileo“ (ProSieben): Ein Beitrag erklärt in „100 Sekunden“, warum es voll fies ist, wenn die doofen Network-Amis von Facebook die Nutzerdaten für immer behalten wollen. Puh, nee … da mal lieber nicht Mitglied werden! In der Werbepause dann: ein Sport für das Konkurrenzangebot „lokalisten.de“. Und wem gehören die „Lokalisten“? SevenOne Intermedia GmbH, eine Tocher der ProSiebenSat.1 – ein Schelm, wer Böses dabei denkt …

Text: Christoph Koch
Fotos: Christoph Niemann / Lokalisten

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Über den Autor

Über den Autor: Christoph Koch ist Journalist (NEON, brand eins, Wired, GQ, SZ- und ZEIT-Magazin, Tagesspiegel, etc.), Autor ("Ich bin dann mal offline" & "sternhagelglücklich" & "Chromosom XY ungelöst") und Vortragsredner. Auf Twitter als @christophkoch unterwegs. .

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  1. natalika sagt:

    Ach nee… Und ich frage mich schon die ganze Zeit, wieso die Lokalisten überhaupt so viel Werbung bei Pro7 schalten (bzw. bezahlen können)…?! Schau an, wie geil ist das denn…

    mal ’n Gruß da lass,
    n.

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