Zoot Woman: jetzt endlich mit Frau

Geschrieben von am 19/03/2008 in zitty mit 0 Kommentare

Für Konzerte durfte sie schon immer mal mit auf die Bühne klettern, doch mit dem dritten Album (Arbeitstitel: „Things Are What They Used To Be“) ist Beatrice Hatherley zum vollwertigen Bandmitglied aufgestiegen. Damit niemand den Überblick verliert, ein kurzes „Wer ist wer bei Zoot Woman?“

Stuart Price
Der klassisch geschulte Pianist erfand Zoot Woman bereits 1995, hatte danach mit seinem Soloprojekt „Les Rhytmes Digitales“ jedoch so großen Erfolg, dass es bis 2001 dauerte, bis das erste Zoot-Woman-Album erschien. Auch danach wurde es ihm nicht leichter gemacht, sich auf die Band zu konzentrieren: Madonna verpflichtete ihn als Leiter ihrer „Drowned World“-Tour und später für ihr Album „Confessions On A Dancefloor“. In einem Interview erinnert sich Price an die Manieren der Pop-Diva: „Sie ist ein perfekter Gast, nur einmal hat sie Kaffee auf meinen weißen Teppich verschüttet. Aber ich war erstaunt, wie gut sie das – nur mit einem Küchenhandtuch – wieder sauber bekommen hat. Ihre Technik war: nie rubbeln, nur ganz vorsichtig tupfen.“

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Beatrice Hatherley
Seit dem zweiten Album half „Bee“ immer dann live an Bass und Keybard aus, wenn Stuart Price mal wieder mit Madonna und 800 Sattelschleppern um den Globus touren musste. Inzwischen darf sie auch im Studio mitmischen – auf der via MySpace vorab veröffentlichten Single „We Won’t Break“ hört man jedoch keine bahnbrechenden Neuerungen oder rasanten musikalischen Richtungswechsel. Dem Internetmagazin popjustice.com fiel dennoch etwas auf: „Verwirrenderweise erschien sie genau in dem Moment auf der Bildfläche, in dem Stuart Price aufhörte, in den Bandfotos zu sein – für das ungeübte Auge sieht es jetzt also so aus, als hätte er sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen.“

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Adam Blake
Mittlerweile sitzt er am Schlagzeug, doch in der Anfangsphase schrieb der ältere der beiden Band-Brüder noch Nummern auf seine Keyboardtasten, um sich besser an die Melodien erinnern zu können. Melodien, die für ihn vor allem nach einer Band klingen sollten: „Duran Duran, das waren Helden. Ich habe ständig Duran Duran gehört. Ihre Melodien sind so großartig. Kennst du etwa bessere Melodien als die von Duran Duran?“

Johnny Blake
Der kleine Bruder von Adam ist der Sänger und gleichzeitig der jüngste in der Band. Den Hang der Band zu stilvoller, manchmal extravaganter Bühnenbekleidung erklärt er wie folgt: „Ich finde sie sehr wichtig, ich will mich nicht in Jeans und Pulli hinstellen. Wenn ich außergewöhnliche Sachen anhabe, fühle ich mich anders und kann die Musik besser rüberbringen.“ Nur mit einer modischen Kombination hat er seine Probleme: „Anzug und Turnschuhe sollte man nicht kombinieren – manchmal muss man sich eben entscheiden.“

Text: Christoph Koch
Erschienen in: zitty
Fotos: Promo

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Über den Autor

Über den Autor: Christoph Koch ist Journalist (NEON, brand eins, Wired, GQ, SZ- und ZEIT-Magazin, Tagesspiegel, etc.), Autor ("Ich bin dann mal offline" & "sternhagelglücklich" & "Chromosom XY ungelöst") und Vortragsredner. Auf Twitter als @christophkoch unterwegs. .

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